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"Jeder Schritt nach vorn beginnt mit einer Bewegung im Kopf."
Die Erfolgsgeschichte eines Unternehmens
"Jeder Schritt nach vorn beginnt mit einer Bewegung im Kopf."Wilhelm Koch
Zukunft ist die Summe aller Erfahrungen und Erkenntnisse der Vergangenheit. Deshalb ist auch die Geschichte unseres Unternehmens alles andere als das zufällige Aufeinanderfolgen unvorhersehbarer Ereignisse.
Die 90 Jahre unseres Bestehens zählen sicher zu den bewegtesten und schnelllebigsten der modernen Zeitrechnung. Das hat auch von unserem Unternehmen ein hohes Maß an Flexibilität und Beweglichkeit gefordert. Immer wieder waren starke Veränderungen notwendig, um den Anforderungen der Zeit gerecht zu werden oder ihnen sogar voraus zu sein.
Die seit 1914 konsequent nach vorn orientierte Entwicklungslinie wäre undenkbar gewesen ohne den Weitblick und den Mut derer, die an der Spitze des Unternehmens standen, und ohne das tatkräftige Engagement jedes einzelnen Mitarbeiters. Sie alle haben die Wilhelm Koch GmbH zu dem modernen technischen Dienstleister gemacht, der sie heute ist. Ihnen ist es zu verdanken, dass wir zuversichtlich in die Zukunft schauen können. Ihnen zum Dank ist diese Chronik gewidmet.
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1914 - Der Lichtmacher.
Das "Westdeutsche Installationsbüro" und die Elektrifizierung des Osnabrücker Landes. Die Zukunft gehört der Elektrizität! Mit diesem festen Glauben an den technischen Fortschritt und einer gehörigen Portion unternehmerischem Pioniergeist gründete der junge Ingenieur Wilhelm Koch 1914 in Osnabrück einen Betrieb zur Installation von Licht- und Kraftanlagen. Für seine 37 Jahre verfügte er über ein hohes Maß an beruflicher Erfahrung. Wer sonst in seinem Alter konnte schon auf erfolgreiche Jahre bei der damals schon renommierten AEG zurückblicken oder hatte bereits als leitender Ingenieur eine Unternehmensniederlassung geführt?! Trotzdem war der Schritt in die Selbständigkeit kurz nach Beginn des 1. Weltkriegs ein mutiges Unterfangen, das aber schon bald mit dem ersten Großauftrag belohnt wurde: 36 Siedlungshäuser im benachbarten Oesede mussten mit damals aktuellstem Komfort, sprich: mit elektrischem Licht, ausgestattet werden. Anscheinend hatte Wilhelm Kochs "Westdeutsches Installationsbüro" seine Sache gut gemacht, denn ein Auftrag folgte dem nächsten. Schließlich übernahm der junge Betrieb sogar den Ausbau kompletter Ortsnetze. Der Umsatz wuchs, aber in gleichem Maße auch ein drängendes Problem: Woher in Kriegszeiten qualifizierte Fachkräfte bekommen? Da kam Koch die Rückkehr seines ehemaligen Ingenieurskollegen Karl Hoppe gerade recht. Der Mann verstand sein Fach wie kaum ein anderer. Der Mann musste gehalten werden. Koch tat das, indem er Hoppe die Teilhaberschaft anbot. "Hand drauf!" sagte der, und von dem Moment an ging das "Westdeutsche Installationsbüro" mit doppeltem Elan in die Zukunft.
1919 - Der neue Wirtschafts-Motor.
Eine Elektromotorenwerkstatt als zweites Unternehmensstandbein. Was braucht ein pfiffiger Kopf, um eine Wickelei für Elektromotoren zu gründen? Eigentlich nicht viel. Wilhelm Koch wickelte die ersten Spulen mit eigenen Händen und trocknete sie zu Hause im Kohleherd seiner Frau Selma. Das sollte sich aber sehr bald ändern: Der steigende Bedarf an größeren Motoren drohte die Dimensionen von Selma Kochs Backröhre schon bald zu sprengen. Und die Qualität der "hausgemachten" Motoren trieb die Nachfrage so rasant in die Höhe, dass schnell eine Lösung gefunden werden musste. Kurzer Hand entschlossen sich Koch und Hoppe deshalb, in dem neuen Geschäftsgebäude an der Bohmter Straße eine Ankerwickelei und eine Reparaturwerkstatt einzurichten. War es Zufall oder untrügerisches Gespür für die Zeichen der Zeit? Der Aufbau der Motorenwerkstatt war jedenfalls eine Entscheidung, die dem Unternehmen für mehr als ein halbes Jahrhundert die Zukunft sichern sollte. Es dauerte nicht lange, und dieses neue Standbein hatte den Installationsbetrieb an Bedeutung überflügelt. Schließlich entwickelte sich die Elektrotechnik in den frühen 20ern zu einer boomenden Branche, und für die jungen Installationsbetriebe im Osnabrücker Raum war eine zuverlässige Motorenreparaturwerkstatt vor Ort ein wahrer Segen. Und dann war da noch jemand, der sich über den Erfolg der Werkstatt freute: Selma Koch konnte in ihrem Herd endlich wieder nach Herzenslust Kuchen backen.
1925 - Ein Unternehmen in Bewegung.
Die Gründung einer Elektrogroßhandlung – eine Idee mit Zukunft. Stillstand ist Rückschritt. Ein Grundsatz, den wie alle guten Unternehmer auch Wilhelm Koch und Karl Hoppe beherzigten. Da inzwischen immer mehr junge Betriebe auf den Elektroinstallationsmarkt drängten, entschlossen sich die beiden, aus der Not eine Tugend zu machen. Die Idee war genauso einfach wie wegweisend: Anstatt zu den Installateuren im Osnabrücker Land weiterhin in Konkurrenz zu treten, machte man sie einfach zu Geschäftspartnern – mit Hilfe einer Elektrogroßhandlung, die die Handwerksbetriebe mit dem Material versorgen sollte, das sie für ihre Arbeit benötigten. Leider sah die Praxis in den Anfängen alles andere als rosig aus. Das "Westdeutsche Installationsbüro" wurde von den potenziellen Kunden zunächst mit viel Misstrauen beäugt. Da war jede Menge Erklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten, um nicht weiterhin als Konkurrent angesehen zu werden. Und dazu bedurfte es eines genauso fähigen wie engagierten Mannes. Den fand man in dem jungen Kaufmann Hermann Vonhoff. Dank seiner Ausbildungszeit bei AEG in Dortmund war ihm die Elektrobranche nicht fremd, und durch seine offene Art fand er bei den Handwerkern schnell Gehör. Apropos schnell: Als "erster Reisender" setzte er nicht wie damals üblich auf die Eisenbahn, sondern schwang sich stattdessen lieber auf sein Firmenfahrrad. Das machte ihn im ländlichen Umfeld Osnabrücks deutlich beweglicher und häufig genug war er damit dem Wettbewerb mehr als eine Radnarbenumdrehung voraus.
Alles elektrisch. Moderne Zeiten in neuen Geschäftsräumen. Die Ärmel hochgekrempelt, in die Hände gespuckt und ran an die Arbeit. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs forderte der Wiederaufbau des 1944 völlig ausgebombten Stammhauses von allen Mitarbeitern vollen Einsatz. Chef und Lehrling standen nebeneinander mit der Spitzhacke in der Hand, um das Gelände von Trümmern zu räumen. Gemeinsam ging es um ein großes Ziel: Um die Errichtung eines modernen, multifunktionalen Standorts, der vor allem dem Elektrogroßhandel bessere Ausbaumöglichkeiten bot. Die Motorenwerkstatt hatte während des Krieges im Amazonenwerk in Gaste Unterschlupf gefunden und konnte so ihre Arbeit fast ohne Unterbrechung fortsetzen. Aber Karl Hoppe und Hermann Vonhoff erkannten schon damals, dass gerade auf den Großhandel neue, große Herausforderungen zukommen würden. Die Elektrizität setzte ihren Siegeszug durch die Osnabrücker Haushalte fort. Und elektrische Herde, Kühlschränke oder Wäscheschleudern sollten schon bald auf dem Wunschzettel jeder Hausfrau stehen. Das eröffnete dem Handwerk völlig neue Märkte – und damit auch der Wilhelm Koch KG. Um ein Geschäftshaus zu errichten, das den Anforderungen der nächsten Jahrzehnte gerecht werden konnte, wurde das Areal durch den Zukauf benachbarter Trümmergrundstücke um ein Vielfaches erweitert. Pünktlich zur Währungsreform im Jahre 1948 war es soweit: Der Großhandelsbetrieb wurde wieder aufgenommen. Und wenn es auch bis zur endgültigen Fertigstellung noch fünf Jahre dauern sollte – von diesem Tag an war für die Osnabrücker die "Elektro-Küche" untrennbar mit dem Namen Wilhelm Koch verbunden.
Wilhelm Koch fährt vor. Alles elektrisch zwischen Ems und Weser. Als Ende der 20er Jahre der erste Lieferwagen seinen Dienst aufnahm, ahnte noch keiner, dass nur ein Vierteljahrhundert später ein Fuhrpark mit 15 LKW und doppelt so vielen Personenwagen nötig sein würde, um die ständig steigende Zahl der Koch-Kunden bedienen zu können. Schließlich gab es mittlerweile auch Handwerksbetriebe aus dem Emsland oder aus Ostwestfalen, die trotz der Entfernung die Qualität des Lieferprogramms und die Zuverlässigkeit der Wilhelm Koch KG zu schätzen wussten. Und all diese Kunden sollten nach Möglichkeit ihre Ware nur einen Tag nach der Bestellung erhalten. Damit hatte die Geschäftsleitung unter der Führung von Hermann Vonhoff bereits vor 50 Jahren den Grundstein für den heutigen Just-in-time-Lieferservice gelegt. Rasant steigende Kunden- und Umsatzzahlen brachten aber nicht nur den Ausbau des Fuhrparks mit sich, sondern führten auch schnell zu einer Verdoppelung der Mitarbeiterzahlen, die sich nochmals erhöhten, als man sich dazu entschloss, Stützpunkte in der Lieferregion aufzubauen, um eine noch bessere Kundennähe zu gewährleisten. Die erste Niederlassung wurde 1955 in Nordhorn gegründet. Hier im niedersächsischen Grenzland waren die Entfernungen zu den Handwerksbetrieben besonders groß und das Wegenetz besonders schlecht. Kein Wunder, dass die zehn Mitarbeiter am neuen Standort alle Hände voll zu tun hatten, um den jetzt noch stärker ansteigenden Kundenstamm bedienen zu können. Die sonst eher skeptischen Emsländer nahmen die Niederlassung dankbar an und schienen von da an um nichts in der Welt "ihren Wilhelm Koch" missen zu wollen. Noch heute ist Nordhorn ein wichtiger Standort des Unternehmens.
1948 - Alles elektrisch.
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1955 - Wilhelm Koch fährt vor.
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1960 - Alles aus einer Hand.
Der neue Sanitärgroßhandel macht Wilhelm Koch zum kompetenten Ansprechpartner für alle Bereiche der Haustechnik. Es war ein großes Werk, das Hermann Vonhoff anging, als er im Jahre 1960 der florierenden Elektrogroßhandlung ein völlig neues Gewerk zur Seite stellte. Bislang hatte sich im Hause Wilhelm Koch alles um die Elektrizität gedreht, aber Vonhoff erkannte die Möglich-keiten, die in der zunehmenden Ausstattung der Häuser mit Bädern, fließend warmem Wasser und Heizungen lag. Zum Ausbau einer Sanitärabteilung bedurfte es allerdings wesentlich mehr, als für den Wandel vom Installationsbetrieb zum Großhandel oder für die Gründung von Niederlassungen. Man brauchte fachliches Know-how in einer völlig neuen Materie. Es war sicherlich ein kleines Meisterstück der Geschäftsleitung, innerhalb kürzester Zeit ein kompetentes Team zusammenzustellen, das den Sanitärbereich aus dem Eff-Eff kannte und darüber hinaus auch schon über umfassende Kontakte innerhalb der Handwerkerschaft verfügte. So erlebte der neue Geschäftszweig schon in den frühen 60ern einen kometenhaften Aufstieg. Von nun an hieß das Ziel, den Kunden zu jeder Zeit das Aktuellste aus allen Bereichen der Haustechnik zu bieten. Dabei trat noch ein weiterer Aspekt in den Vordergrund. Um Handwerkern wie Endverbrauchern die jeweiligen Trends aus den Elektro- und Sanitärbereichen präsentieren zu können, wurde ein neuer Ausstellungsbereich eingerichtet. Mit über 1000m2 Ausstellungsfläche für Leuchten, Hausgeräte, Unterhaltungselektronik und Bäder entstand ein für die damalige Zeit einmaliges Spektrum in der gesamten Region. Und wenn der Name Wilhelm Koch bis dahin vor allem bei Fachleuten einen guten Klang hatte, so wusste ab jetzt jeder: Wer ein Haus baut oder renovieren will, wer ein neues Bad oder eine neue Heizung installieren möchte, wer beim Kauf von Hausgeräten und Leuchten nicht auf Qualität verzichten will, der kommt an Wilhelm Koch nicht vorbei.
1971 - Logistische Höchstleistungen.
Der Umzug in größere Geschäftsräume eröffnet neue Möglichkeiten. Alles hatte seinen Platz! Über mangelnde Ordnung brauchte man sich im alten Koch-Lager nicht zu beklagen. Nur war es manchmal ein wenig abenteuerlich, die Ware aus den obersten Böden der übervollen Regale zu holen. Von den Problemen, die die Verteilung des Lagers auf fünf unterschiedliche Standorte allein in Osnabrück mit sich brachte, ganz zu schweigen. Hinzu kam der immer weiter steigende Umsatz, der dem Unternehmen nur einen Ausweg ließ: Die Lagerflächen mussten deutlich erweitert und auf einen neuen Standort konzentriert werden. 1971 war es soweit: Im aufstrebenden Gewerbegebiet Fledder gelang es der Geschäftsleitung ein 40.000m2 großes Areal zu erwerben – Ausmaße, die bei vielen nur ein skeptisches Kopfschütteln hervorriefen. Aber Hermann Vonhoff hatte wieder einmal Gespür für die Zeichen der Zeit gezeigt: Der gerade einsetzende große Renovierungs-Boom, in dessen Zuge bis zu den frühen 80ern nahezu jede Altbauwohnung mit Badezimmer und Zentralhei-zung ausgestattet werden sollte, führte schnell zu noch mehr Bedarf an Lagerfläche – und der Neubau am Huxmühlenbach musste schon nach wenigen Jahren noch einmal um etwa die gleiche Fläche erweitert werden. Gegenüber den 60ern hatte sich die Lagerfläche damit um ein Siebenfaches auf 20.000m2 erhöht. Zum Vorteil aller Koch-Kunden, die heute mit über 40.000 unterschiedlichen Artikeln just-in-time beliefert werden können. Und zur großen Freude der Mitarbeiter, für die die Kletterpartien auf die höchsten Regalbretter endgültig der Vergangenheit angehören.
1985 - Ein gutes Auge für die Zukunft.
Neue Strukturen, neue Ideen und ein neues Selbstverständnis. Es war kein Jubeljahr: 1985 starb mit Hermann Vonhoff der Mann, dem das Unternehmen den wirtschaftlichen Aufstieg in der Nachkriegszeit verdankte wie keinem anderen. Wer aber geglaubt hatte, nach seinem Tod würde eine Phase der Stagnation einsetzen, hatte sich gründlich getäuscht. Vonhoffs Sohn Jürgen hatte die Leitung übernommen und stellte innerhalb kürzester Zeit die Weichen, um aus dem klassischen Großhandel Wilhelm Koch ein modernes technisches Dienstleistungsunternehmen zu machen. Mit Egon Plogmann stand ihm dabei ein Geschäftsführer zur Seite, der mit innovativen Ideen und seiner einzigartiger Branchenkenntnis entscheidende Impulse gab. Die Haustechnik stand Mitte der 80er vor einem Wandel, der einen massiven Ausbau des fachlichen Know-hows erforderte. Zu einer Zeit, in der Baumärkte und große Einzelhandelsketten für Küchen, Elektrogeräte und Unterhaltungselektronik auf den Markt drängten, sah die Unternehmensleitung die Zukunft des Handwerks nicht mehr allein im Installations- und Reparaturgeschäft. Tatsächlich wurden Beratungskompetenz und beste Produktqualität zunehmend zu wichtigen Verkaufsargumenten für Fachhandwerk und Fachhandel. Deshalb war es nicht nur notwendig, im Produktspektrum besonderes Augenmerk auf innovative Technik und beste Qualität zu legen. Um den Handwerkern die immer komplexer werdenden technischen Entwicklungen nahe bringen zu können, wurden erstmals diplomierte Techniker eingestellt. Damit war Wilhelm Koch dem Wettbewerb wieder um einige Nasenlängen voraus. Jürgen Vonhoff und Egon Plogmann waren aber auch darüber hinaus für viele wegweisende Veränderungen verantwortlich. So sorgte eine umfassende innerbetriebliche Umstrukturierung nicht nur für deutlich mehr Effizienz, sondern brachte durch eine Optimierung der Koordination von Außen- und Innendienst auch eine viel intensivere Kundenbetreuung mit sich. Auch der Wechsel zu einem modernen Warenwirtschaftssystem mit Hochregallager und die Einführung der 2 x täglichen Kundenbelieferung waren wichtige Schritte, mit denen der Dienstleistungscharakter des Unternehmens weiter ausgebaut wurde. Von nun an erhielt der Begriff "Partner des Fachhandwerks" eine neue Dimension.
1991 - Groß! Größer! Am größten?
Einzigartig in Norddeutschland: 4000 m² Ausstellungsfläche für alle Bereiche der Haustechnik. Neue Zeiten fordern neue Ideen: In gleichem Maße wie die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Handwerk und Fachhandel in neuen Dimensionen ausgebaut wurde, mussten auch dem Endverbraucher die Vorteile deutlich gemacht werden, die er durch das Zusammenspiel von hoher Produktqualität, kompetenter Beratung und fachgerechter Montage hat. Hinzu kam, dass nicht nur die Küche, sondern auch das Bad seinen Status als funktioneller Raum immer mehr verlor. Die Optik spielte als Entscheidungskriterium zunehmend eine wichtige Rolle und der Verbraucherwunsch nach Wohlfühl- und Wellnessbädern wurde immer lauter. In dieser Phase gewann die Tatsache, dass Wilhelm Koch die gesamte Bandbreite der Haustechnik aus einer Hand lieferte, entscheidend an Bedeutung. Vielfalt und Umfang des Produktspektrums suchten schon damals ihresgleichen. Sie sorgten dafür, dass Bauherren und Renovierer mit Wilhelm Koch nur eine einzige Anlaufstelle benötigten, um gemeinsam mit ihren Handwerkern alle Elektro-, Sanitär- und Heizungseinrichtungen nach aktuellstem Stand der Technik auszuwählen und aufeinander abzustimmen. Trotzdem war es in den Augen vieler ein abenteuerliches Unterfangen, als 1991 die Idee der Unternehmensleitung Gestalt annahm, auf der unvorstellbaren Fläche von über 4000m2 eine Ausstellung zu eröffnen, die alle Bereiche der Haustechnik unter einem Dach präsentierte. Doch schon die Eröffnung wurde ein Riesenerfolg: Die Besucher staunten nicht schlecht, auch wenn nur wenige die Einzigartigkeit der Koch-Ausstellung erkannten: die größte Norddeutschlands, hieß es damals – aber ob es irgendwo anders in Deutschland eine noch größere Ausstellung gibt, vermag selbst heute niemand zu sagen.
1998 - Willkommen im Koch-Land!
Mit den Niederlassungen Bremen, Gütersloh und Nordhorn erreicht Wilhelm Koch flächendeckende Präsenz in Nordwestdeutschland. Als im Jahre 1955 die erste Koch-Niederlassung in Nordhorn eröffnet wurde, ging es einzig und allein darum, einen Logistikstützpunkt zur schnelleren Kundenbelieferung zu schaffen. Ein Ziel, das mit dem Aufbau weiterer Standorte und durch die Einrichtung eines eng getackteten Linienverkehrs untereinander zu einem dicht gesponnenen Lieferservicenetz ausgebaut werden konnte. Mehr und mehr fiel den Niederlassungen aber noch eine weitere wichtige Bedeutung zu: Die Präsentation der vielseitigen Möglichkeiten aktueller Haustechnik in attraktiven Ausstellungen. Der Erfolg des Osnabrücker Ausstellungszentrums führte Mitte der 90er Jahre dazu, dass auch in den Standorten Nordhorn und Gütersloh moderne Ausstellungen nach dem gleichen Konzept aufgebaut wurden. Bei der Eröffnung der Niederlassung Bremen stand bereits von Anfang an fest: Die Ausstellung sollte mit einer Fläche von 1500 m² das Herzstück des neuen Stützpunkts werden und den Markt in der bislang nur partiell belieferten Region Bremen/Oldenburg/Ostfriesland für Wilhelm Koch erweitern. Gleich mit der Eröffnung wurde den Besuchern die ungewöhnliche Bandbreite des Produktspektrums eindrucksvoll präsentiert. Spätestens seit dieser Zeit darf man mit Recht behaupten: Wer zwischen der Nordseeküste und Ostwestfalen den Einbau oder die Renovierung von Bädern, Küchen, Elektro-, Heiz- und anderen Haustechnikanlagen plant, kommt an Wilhelm Koch nicht vorbei.
2004 - Fit für die Zukunft.
Den Anforderungen des Marktes immer ein gutes Stück voraus. Die Haustechnik der letzten Jahrzehnte war starken Veränderungen unterworfen. Der Verbraucher verlangt mehr denn je nach Komfort. Darüber hinaus gewinnen aber auch Umwelt- und Gesundheitsaspekte, Energiekostensenkung und höhere Designansprüche zunehmend an Bedeutung. Ansprüche, die in nahezu allen Bereichen neue Herausforderungen an die Haustechnik stellen. Die Wilhelm Koch GmbH hat gerade in jüngster Zeit bewiesen, dass sie in der Lage ist, alle Herausforderungen zu meistern: So wurde in den letzten Jahren unter Nutzung der neuen elektronischen Medien die Kommunikation mit den Handwerks- und Fachhandelspartnern entscheidend verbessert. Der Ausbau eines komfortablen Online-Shops machen den Einkauf für den Kunden noch bequemer. Und über die Einrichtung eines "Virtuellen Showrooms" sind Wilhelm Kochs Handwerkspartner jetzt in der Lage, zusammen mit ihren Kunden direkt am PC einen Rundgang durch das Ausstellungszentrum Aktuelle Haustechnik zu unternehmen und dabei zum Beispiel die Gestaltung eines kompletten Bades durchzuplanen. Auch darüber hinaus bietet Wilhelm Koch Fachleuten und Endverbrauchern ein breites Servicepaket an Dienstleistungen, die das außergewöhnlich breite Spektrum hochwertiger Produkte abrunden. Und auch für die Zukunft wird Wilhelm Koch den Anforderungen des Marktes immer ein Stück voraus sein – mit dem innovativen Geist, der seit den Gründerjahren die Entwicklung des Unternehmens vorangetrieben hat.
Die Chronik in Zahlen
Alle Texte öffnen / schließen1914:
Wilhelm Koch gründet an der Großen Straße in Osnabrück das "Westdeutsche Installationsbüro" zum Bau elektrischer Anlagen.
1918:
Karl Hoppe wird Teilhaber des "Westdeutschen Installationsbüros". Erste eigene Geschäftsräume an der Bohmter Straße. 1917: Umzug in größere Büro- und Lagerräume am Kollegienwall.
1919:
Aufbau einer Werkstatt für Elektromotoren.
1924:
Die Motorenwerkstatt löst die Installationsabteilung als wichtigsten Geschäftsbereich ab.
1925:
Hermann Vonhoff wird als "erster Reisender" eingestellt.
1928:
Anschaffung der ersten Personen- und Lieferwagen.
1931:
Umfirmierung in Wilhelm Koch KG.
1937:
Unternehmensgründer Wilhelm Koch stirbt.
1940/42:
Die beiden Koch-Söhne Willy und Gerd fallen im 2. Weltkrieg. Prokurist Hermann Vonhoff wird als Gesellschafter ins Unternehmen aufgenommen.
1944:
Heirat von Karl Hoppe und Selma Koch.
1945:
Der spätere Gesellschafter Egon Plogmann tritt gleich nach Kriegsende in das Unternehmen ein.
1948:
Der Großhandelsbetrieb wird in neuen, modernen Geschäftsräumen wieder aufgenommen.
1954:
Karl Hoppe stirbt mit 68 Jahren.
1953:
Endgültige Fertigstellung des großzügigen Neubaus.
1955:
Gründung der ersten Wilhelm-Koch Niederlassung in Nordhorn.
1957:
Aufbau der ersten Niederlassung für den ostwestfälischen Raum in Lübbecke durch Egon Plogmann als Filialleiter.
1960:
Aufbau des neuen Geschäftsbereichs "Sanitär/Heizung" und entsprechende Erweiterung der Ausstellung.
1968:
Egon Plogmann initiiert die erste Elektro-Hausmesse für Handwerks- und Fachhandelskunden zur Präsentation technischer Innovationen.
1970:
Egon Plogmann und Werner Hullmann werden Geschäftsführer und Mitgesellschafter des Unternehmens.
1971:
Das Unternehmen errichtet ein neues Zentrallager am Huxmühlenbach. Jürgen und Gert Vonhoff werden als Gesellschafter aufgenommen. Umfirmierung der Wilhelm Koch KG in Wilhelm Koch GmbH & Co. KG.
1972:
Mit der ersten Hausmesse im Bereich "Sanitär/Heizung" wird ein wichtiger Schritt hin zum heutigen Technikdienstleister vollendet.
1979:
Abschied von der Bohmter Straße: Auch die Unternehmensverwaltung wird an den Huxmühlenbach verlegt.
1984:
Wilhelm Koch initiiert die erste Osnabrücker Werbegemeinschaft zwischen Fachhandwerk und Großhandel: Die Geburtsstunde des Slogans "Lass den Fachmann dran!"
1985:
Hermann Vonhoff stirbt. Sein Sohn Jürgen übernimmt in Zusamenarbeit mit Egon Plogmann die Leitung des Unternehmens.
1986:
Verstärkung der Beratungskompetenz: Der erste Lichttechniker wird eingestellt.
1988:
Einführung der 2 x täglichen Kundenbelieferung. Der neue Slogan "Aktuelle Haustechnik" wird zum Programm für die Zukunft des Unternehmens.
1989:
Einrichtung eines neuen Warenwirtschaftssystems mit Hochregallager.
1991:
Eröffnung des Ausstellungszentrums Aktuelle Haustechnik auf 4000 m².
1992:
Einrichtung eines Verkaufsbüros in Gütersloh.
1993:
Ausbau des zweiten Gebäudeabschnitts am Huxmühlenbach. Unternehmerisches Engagement in den neuen Bundesländern mit Stützpunkten im Großraum Leipzig.
1996:
Modernisierung und starke Erweiterung der Nordhorner Ausstellung.
1997:
Ausbau des Verkaufsbüros Gütersloh zu einer Niederlassung in neuen Räumlichkeiten mit moderner Ausstellung.
1998:
Ausstellung und Niederlassung Bremen werden eröffnet.
2000:
Mit der Eröffnung des Online-Shops startet Wilhelm Koch ins Zeitalter der neuen Medien.
2004:
90 Jahre Wilhelm Koch – 90 Jahre zukunftsorientiertes Denken aus Unternehmenstradition.




